Ideen? Fehlanzeige!
Klarheit? Nicht dran zu denken!
Alles, was ich spürte: Gedankenchaos.
Die Akkus waren leer, der Druck groß. Ich musste einen Artikel fertig schreiben. Vielleicht kennst du das, wenn dein Geist will, doch der Körper völlig unmotiviert aus der Hüfte schießt:
N.O.P.E.
Ärgern hilft nix. Decke über den Kopf ziehen? Auch kein Ausweg.
Wegbeamen wäre toll – kann ich leider nicht.
Ich versuchte es mit Verschwärungsformelgemurmele: „Das Gras wird gebeten über die Sache zu wachsen. Das Gras bitte.“…
Keine Reaktion.
Stoßgebete?
Kein Anschluss unter dieser Nummer…
Einer Eingebung folgend, holte ich meine ätherischen Öle wieder hervor und begann mich damit zu beschäftigen. Ich las und probierte aus und siehe da, es wirkte.
Egal ob es um Ängste, Ideenlosigkeit, Schlafprobleme, Kopfschmerzen; Insektenstiche oder Husten ging, gegen all das war ein Kräutlein gewachsen.
Dieser Artikel ist meine Hommage an die kleinen, flinken Helferlein, die ich nicht mehr missen möchte. Warum ich diese so dufte finde erfährst du hier.
1. Ätherische Öle machen meinen Arbeitsplatz zum Wohlfühlort.
Ich liebe Düfte, doch ich bin sensibel, was chemische Gerüche angeht. Ich habe immer ein kleines Spray dabei, mit dem ich mir meine eigene kleine Wohlfühlatmosphäre zaubern kann.
Wenn ich konzentriert arbeiten möchte und Fokus brauche, lasse ich Zitrusöle im Diffuser vernebeln. Frisch, herrlich und voller Freude. Meine Lieblingskombination: Grapefruit und Kiefer – Freude & Fokus in harmonischer Vereinigung.
2. Sie verbinden mich mit der Natur.
Ich liebe Berlin, doch je älter ich wurde, desto mehr zog es mich an den Rand der Stadt. „Speckgürtel“, wie der Berliner sagt. Inzwischen ist mein Zuhause mitten in der Natur. Wenn ich mal in „die Stadt“ muss, nehme ich mir meine Bäume einfach mit. Ich schnuppere an der Öl-Mischung „Shinrin-Yoku“ (was übersetzt Waldbaden heißt) und sofort wird es in mir ruhig.
Dieser Duft erdet mich und gefühlt bin ich sofort wieder Zuhause. Gedanklich rieche ich es schon, wenn sich später die S-Bahntüren an meiner Haltestelle öffnen und ich den Duft des Waldes wieder aufsaugen kann.
Diese Öl-Mischung wurde übrigens vom Wald inspiriert. Man nahm Luftproben und erforschte diese. So entstand die Mischung Shinrin-Yoku, deren positive Terpene aus der Flasche ähnlich wirken wie die Terpene, die wir im Wald aufnehmen. Eine ganz klar Empfehlung für alle, denen es gerade nicht möglich ist, in den Wald zu gehen.
3. Sie unterstützen meine Intuition
Eine sehr spannende Erfahrung war für mich, dass Öle manchmal „nach mir rufen“. Ich bestelle sie, obwohl ich nicht weiß, wie sie riechen. Es ist immer sehr spannend, wenn ich sie voller Freude öffne. Meistens mag ich den Duft, doch manchmal ist es auch so, dass da eher ein „Puh“ kommt.
Früher dachte ich, dass ich wohl falsch lag mit meiner Intuition, aber inzwischen weiß ich, dass unser System manchmal einen bestimmten Duft braucht, um heilen zu können. Was absolut nicht heißen muss, dass man den Duft mag. Manchmal ist genau das Gegenteil der Fall.
Das Öl kann ich trotzdem anwenden, ohne daran schnuppern zu müssen, denn die Aromastoffe werden auch von der Haut aufgenommen. So kann ich es weit weg von der Nase benutzen, beispielsweise an den Füßen.
Verblüffend ist dabei, dass der Duft nach einiger Anwendungszeit völlig anders empfunden wird und ich ihn manchmal sogar liebe. Da fällt mir gerade ein, bei Teebaumöl hatte ich genau diese Erfahrung.
4. Eine emotionale Zeitreise in Lichtgeschwindigkeit
Unser Riechsinn ist ein sehr sensibler Sinn und direkt mit dem Gehirn verbunden. Nehmen wir einen Geruch auf, wandert dieser in einer halben Sekunde vom Riechkolben in den Hippocampus.
Dieser Teil des limbischen Systems (zuständig für Gedächtnis und Emotionen) ist der Grund, warum wir uns an unsere Kindheit erinnern, wenn wir Niveacreme oder Babypuder riechen oder gedanklich in Omas köstliche Plätzchen beißen, wenn es nach Zimt, Vanille und Butter duftet.
Es gibt in der Psychologie einen Begriff dafür: Proust-Effekt oder Proust-Trigger. In seinem Roman „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ beschreibt Marcel Proust auf intensivste Weise, wie ihn der Duft und Geschmack einer in Tee getauchten Madeleine (Gebäckstück) plötzlich in seine Kindheit zurückkatapultiert.
Bekommst du auch gerade Lust auf Kaffee und Kuchen? 🫣
5. Sie können Superpower & Anker sein
Gerüche lösen also blitzschnell intensive Erinnerungen und Emotionen aus, weswegen wir sie ganz bewusst als Duftanker nutzen können. Ein Duftanker ist ein Geruch, der mit einem bestimmten emotionalen Zustand oder einer Erfahrung verknüpft wird. Sobald wir diesen erneut wahrnehmen, aktiviert unser Gehirn die entsprechende Stimmung oder Erinnerung blitzschnell
Wie oben schon beschrieben, fühle ich mich, wenn ich Shinrin-Yoku rieche wie Zuhause. Bei Mandarine muss ich immer lächeln, weil ich mich wie ein Kind zu Weihnachten fühle. Lavendel beruhigt mich und bei Minze bekomme ich den ultimativen Hallo-Wach-Kick.
Das funktioniert natürlich auch anders herum: Wenn ich dich bitte, dir vorzustellen, wie es beim Zahnarzt riecht, kriecht der typische Geruch dir sofort in die Nase (mir auch) und mit ihm das unschöne Gefühl, das damit verbunden ist.
Manchmal lasse ich einfach mein Näschen entscheiden, welches Öl ich gerade brauche, wenn es nicht so flutscht, wie es soll. Ich öffne ein Fläschchen, schnuppere dran und weiß, ob mir das gerade gut tut oder nicht. Hab ich das passende gefunden, verreibe ich es an den Handgelenken, im Nacken, an den Schläfen oder am Hals und genieße.
6. Düfte machen mein Leben achtsamer
Ich habe in den letzten Jahren immer mehr gelernt, auf meinen Körper zu hören.
Wenn um mich herum das Chaos ausbricht und mein Hirn nur noch im Funktionieren-Modus abarbeitet, dauert es manchmal einen Augenblick oder auch zwei, doch irgendwann merke ich:
Check mal wieder bei dir ein.
Diese Erkenntnis ist schon mal Gold wert, denn wenn uns das bewusst wird, können wir auch etwas tun. Jeder hat da so sein eigenes Ritual: Kerze anzünden, meditieren, in den Wald gehen, Musik anmachen, ne Runde tanzen, einen Tee trinken, eine Kakaozeremonie oder aber eben:
Ich öffne meine große Holzschatulle, die nicht nur aussieht wie eine Schatztruhe, es fühlt sich auch so an, wenn ich erwartungsvoll hineinschaue und 2 bis 3 Düfte auswähle. An diesem Punkt habe ich innerlich schon einen Gang runtergeschaltet, gieße bedächtig Wasser in meinen Diffuser und träufle vorfreudig das Öl hinein. Das beamt mich in sekundenschnelle in andere Sphären…
Und während ich das schreibe, erinnert mich das schon doch auch irgendwie an eine Teezeremonie…
7. Ätherische Öle sind mein Erster-Hilfe-Kasten
Lavendel sagt man, sei wie ein Schweizer Taschenmesser, man kann alles Mögliche damit anstellen: Bei Verbrennungen oder Insektenstichen verschafft es schnell Linderung. Für die Psyche ist es Erholung pur.
Minze ist ähnlich vielfältig und für Schnittverletzungen, Kopfschmerzen oder Übelkeit, einfach wunderbar. Bei Müdigkeit (am besten mit einem Zitrusduft kombiniert) ist es ein absolutes: Hallo Wach-Mittel.
Das Lemonöl (Zitrone) liebe ich nicht nur als erfrischenden Geschmack im Wasser, sondern es wirkt gleichzeitig reinigend und entgiftend.
Wissenschaftliche Entdeckung: Auch unsere Organe können riechen. 🤯
Anfang der 2000er Jahre entdeckten Wissenschaftler, dass sich an unseren Organen Geruchsrezeptoren befinden. Diese Rezeptoren riechen zwar nicht bewusst, lösen aber Signale aus, die das Zellwachstum, die Wundheilung oder den Stoffwechsel beeinflussen können.
Eine Studie fand heraus, dass unsere Haut besonders viele Rezeptoren für Sandelholz herstellt. Der Grund dafür: Sandelholz beschleunigt die Wundheilung der Haut, indem es die Duftrezeptoren aktiviert.
Das beweist also, dass Aromatherapie nicht nur Shi Shi zum Wohlfühlen ist, sondern auch auf Zellebene wirkt. Öle sind wirklich Rundumtalente.
Wir denken besser mit ätherischen Ölen
Ebenfalls wurde festgestellt, dass der Verlust des Geruchssinns auch mit einem dem Schwinden der Gehirnmasse einhergeht. In einer Aromatherapiestudie mit 60 bis 85jährigen wurde nach 6 Monaten festgestellt, dass eine kognitive Verbesserung der Gehirnleistung in der Gruppe, die vor dem Schlafen gehen für 2 Stunden einen Diffuser mit ätherischen Ölen benutzten sich um 226!!! Prozent gegenüber der Kontrollgruppe verbesserte, die keine Öle benutzten.
Also zweihundersechsundzwanzig Prozent, das ist schon mal ne Ansage… Ich freu mich jedes Mal, wenn ich mir das ins Gedächtnis rufe. Einfacher ist Gehirnjogging kaum möglich. Lieblingsduft in den Diffuser und das „Gehirnmuskeltraining“ läuft.
Da fällt mir die Szene aus „Matrix“ ein, in der Neo Kung Fu lernt, einfach nur durch direkte Übertragung des Wissens in sein Gehirn.
8. Sie helfen beim Einschlafen
Ich liebe es, mit Lavendelduft ins Bett zu gehen…. Es hat eine Weile gedauert, bis wir Freunde wurden, der Lavendel und ich, aber nun sind wir so richtig dicke. Ich finde, Lavendelduft ist wie eine Kuscheldecke, mit der ich mich zudecken kann.
Außerdem mag ich eine Fußmassage mit der beruhigenden Balance-Mischung, mit der ich wunderbar runterkommen kann, wenn der Tag stressig war und die Gedanken immer noch kreisen.
Eine weitere Mischung ist prima für schöne Träume: Serenity. Neben (wieder einmal) Lavendel sind auch weitere „Schlaföle“ wie Vetiver und römische Kamille enthalten und Zedernholz zum träumen.
Schade, dass ich dir nicht beim Lesen nicht einfach zwischen den Zeilen ein paar Duftmoleküle durchschieben kann.
Hast du schon Erfahrungen mit ätherischen Ölen gemacht?
Entscheidend für die Wirkung ist die Qualität der Öle.
Mit dem Wissen, wie intensiv ätherische Öle wirken können und dass sie über die Nase direkt im Gehirn oder auch unmittelbar über die Haut aufgenommen werden, liegt nahe, wie wichtig es ist, nur hochreine und natürliche Öle zu verwenden.
Seit 20 Jahren begleiten mich ätherische Öle und ich hab so einige Marken und Firmen getestet. Guten Gewissens kann ich nur 3 Firmen empfehlen. Ich selbst nutze diese Öle.
Wenn dich das anspricht und du gern mehr dazu erfahren möchtest, schreib mir gern eine Mail oder vereinbare dir einen Termin für ein kurzes Gespräch. Ich teile meine Faszination für ätherische Öle sehr gern.
Alles Liebe für dich.

