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Im Alltag haben wir zu funktionieren. Wir unterdrücken nur oft unsere Gefühle, um uns selbst zu schützen. Nur verständlich, wenn wir uns bewusst entscheiden, nicht unmittelbar auszuticken, wenn beispielsweise der Kollege erneut das Lob abbekommt, wir wieder einmal nur die zusätzliche Arbeit.

Im Alltag unterdrücken wir oft unsere Gefühle

Diese Art von Verdrängung ist sozusagen (erst einmal) das kleinere Übel. Gut, wenn du zu einem passenderen Zeitpunkt, im geschützten Rahmen ein Ventil findest, um diese runtergeschluckten Gefühle rauszulassen. Bei Freunden auskotzen, durch den Wald laufen, Yoga machen oder zum Boxen gehen, was auch immer zu dir passt. Tust du das über lange Zeit nicht, führt das früher oder später sehr wahrscheinlich zu körperlichen Reaktionen, erste Anzeichen sind oft Verspannungen. Ist dein Körpersystem  vorbelastet, kann die emotionale Anspannung zu einer einer traumatischen Erstarrung führen.

Wenn der Atem stockt.

Nichts in unserem wundervollen Körper funktioniert losgelöst. Alles ist mit allem verbunden. Gibt es Sorgen oder Probleme ziehen wir oft die Schultern hoch, in der Folge verspannt die Nackenmuskulatur.  Das wiederum führt zu Kopfschmerzen. Haben wir Rückenprobleme ist auch immer „die andere Seite“,  der Bauch, betroffen. Muskelanspannung wirkt sich auch auf die Atmung aus. Du kennst das sicher, wenn dir bei Schreck der Atem stockt oder du bei Aufregung nur noch ganz flach und schnell atmest.

Dann entspann dich doch einfach mal…

Klar, ganz einfache Sache das ;o) Steckst du voll drin in einer „spannenden Situation“ ist es leichter gesagt als getan loszulassen und zu entspannen. Das Problem ist oft, dass das Festhalten sich im Körper zeigt, aber im Kopf beginnt. Also ist das erste Ziel: den Kopf frei kriegen. Das einfachste Ablenkungsmanöver ist dich auf deinen Atem zu konzentrieren. Näheres dazu weiter unten.

Um in der Zukunft besser mit Stress umgehen zu können, kannst du Entspannungstechniken lernen. Gut um eine gewisse Ausgeglichenheit zu etablieren, dann werfen dich Herausforderungen nicht so leicht aus der Bahn. Die progressive Muskelentspannung kann ich hierzu empfehlen. Für die Akutsituation eignet sich diese Technik allerdings nicht so sehr. Da braucht es ein unauffälliges, schnelles Tool, das ohne Hilfsmittel auskommt.

Was du tun kannst?

Das einfachste, was du bei Anspannung tun kannst ist A.T.M.E.N. Klingt simpel. Ist es auch. Machen wir nur leider viel zu selten ganz bewusst.

länger Aus- als Einatmen

Bei Aufregung gilt allgemein: länger AUS- als einatmen, tiefe Bauchatmung, das allein entspannt und schüttet im Körper Hormone aus, die den Flucht- oder Kampfmodus runterfahren. (Denn weder beim Wegrennen noch beim Zuschlagen hättest du eine tiefe Bauchatmung – macht einfach keinen Sinn). Daraufhin bekommt dein Gehirn das Signal „Entwarnung“ und du fühlst dich erleichtert.

Klopf dich frei

Eine weitere schnelle und simple Technik ist das Klopfen. Inzwischen gibt es viele unterschiedliche Bezeichnungen dafür, ich kenne es unter EFT (Emotional Freedom Technik) oder MFT (Mentalfeldtechnik). Hierbei werden unterschiedliche Akkupressurpunkte mit den Fingern beklopft, wodurch das gesamte Körpersystem sich entspannt. Natürlich nur empfehlenswert, wenn du dich kurz zurückziehen kannst ;o) Zur Klopftechnik werde ich in Kürze einen eigenen Artikel verfassen.

Hat man sich allerdings in etwas „verrannt“ und kann die Stress- oder Anspannungssituation nicht loslassen ,helfen Coachinggespräche für den Kopf und Berührung für Körper und Seele. Teilweise müssen unsere „inneren Verknotungen“ verstandesgemäß erst bewusst gemacht werden. Es braucht den Aha-Effekt, um etwas zu begreifen, damit der Körper in die Entspannung kommen kann.

Dabei ist mir wichtig, die Begleitung als eine kurzzeitige Unterstützung anzusehen. Sichtbar machen, den Weg ebnen und allein weitergehen. Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch sich nur selbst heilen kann. Von Außen bedarf es hin und wieder lediglich kurzer Impulse, Inspiration und liebevoller Rückmeldung.

Hier noch einmal zusammengefasst:

  1. Werde dir deiner Anspannung bewusst! Ist diese körperlich bedingt (Überanstrengung, Sitzhaltung etc.) oder bist du gerade im Stress?
  2. Sorge für Ausgleich zwischen An- und Entspannung: Sport, Entspannungstechniken, Gespräche.
  3. In Akutsituationen: in jedem Fall laaaange A.U.S.A.T.M.E.N oder wenn du magst auch Klopfen.
  4. Bekommst du bestimmte Situationen nicht mehr aus dem Kopf oder ist dein Körper dauerhaft verspannt, lass dich kurzzeitig unterstützen.

Versuch diese kleinen Übungen doch einfach mal, in der nächsten brenzligen Situation. Wenn du magst, kannst du deine Erfahrungen damit gern in den Kommentaren teilen.

Finde Leichtigkeit, komm in deine Mitte