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Wie schnell bekommst du mit, wenn dein Körper inmitten einer stressigen Phase ächzt und um Hilfe ruft? Wenn dein Herz ganz aufgeregt pocht oder der Magen sich in deiner Mitte wie eine Faust zusammenballt?

Hirnforscher wissen heute, dass wir schon als Kleinkinder in Stresssituationen geraten, wenn unsere Mutter nicht mehr in Sichtweite ist. So entwickelt sich unser Gehirn und lernt von klein auf, dass Stress dazugehört und erlernt entsprechende Taktiken, damit umzugehen.

Das, was funktioniert wird von unserem Gehirn immer wieder abgespult und hinterlässt eine tiefe Spur auf unserer Festplatte. Wie ein Computerprogramm, dass einmal programmiert ist und beim Drücken von bestimmten Knöpfen automatisch anspringt. Ist eine Art Selbstschutz, wir müssen den Stress nicht immer wieder von vorne neu einordnen und „verarbeiten“, diese Automatik läuft im Hintergrund. Energiesparmodus sozusagen.

automatische Stressbewältigungsprogramme

Unsere Stressbewältigungsprogramme scheinen ganz gut zu laufen, denn über lange Zeit sind wir uns dessen nicht bewusst. Nun ist es so, dass die Natur Stress nicht erfunden hat um uns krank zu machen, sondern um uns auf Veränderung vorzubereiten. Schließlich überleben nur jene, die sich am besten anpassen.

Das mit der Veränderung und der Anpassung geht uns im Alltag natürlich gehörig gegen den Strich. Keine Zeit für Experimente, die Tage sind vollgepackt. Irgendwann ist dann das berühmte Fass voll und wir können das eingefahrene Computerprogramm nicht mehr laufen lassen weil die „Hardware“ – unser Körper – streikt. Das geschieht gewöhnlich dann, wenn der Stress als Dauerschleife läuft. Heutzutage weder Wunder noch Einzelfall.

Der Körper meldet sich also irgendwann so lautstark, dass wir hinhören müssen. An dieser Stelle fährt unser Gehirn „das System runter“. Die eingefahrenen Programme werden gelöscht (sie sind ja offensichtlich nicht mehr erfolgsversprechend) und wir werden gezwungen neu zu starten. Dies sind die Augenblicke, in denen wir uns wirklich etwas überlegen müssen: eine neue gesündere Strategie wie wir den Alltag meistern.

raus aus dem Kopf, rein in den Körper

Das Traurige ist, wir hören lange nicht auf unseren Körper, um weitermachen zu können wie bisher. Was wir im Alltag lange vertuscht haben, müssen wir neu erlernen: unserer inneren Stimme und unserem Körper wieder vertrauen. Bewusstes Fühlen macht uns lebendig, denn überall dort, wo wir nichts fühlen, fehlt die Lebensenergie.

Was es dafür braucht sind Zeit für sich selbst und Achtsamkeit. Wieder zur Ruhe kommen, sich sammeln und in sich hineinspüren. Was ist es, was in diesem Moment wirklich abläuft? Den Körper wieder ganz bewusst wahrnehmen: das Zittern der Beine, die Schmerzen im Rücken, das Beben des Kinns?

Körper wieder spüren lernen

Wenn du dich das nächste Mal über etwas ärgerst und deine Aufmerksamkeit beispielsweise auf „den Schuldigen“ lenkst, bist du nicht bei dir, sondern beim anderen. Mir geht es an dieser Stelle nicht darum, wer für dieses Problem verantwortlich ist, sondern nur darum, den Fokus wieder auf dich zurückzubringen.

Ein kleines Experiment: Bei der nächsten kleinen Aufregung (es müssen ja nicht gleich große Lebensthemen sein) fühle in dich hinein, anstatt dich an der Situation oder deinem „Gegenspieler“ festzubeißen. Spüre ich meinen Atem, deinen Körper. Erlebe bewusst all die Anspannung in dir, die dieser Ärger auslöst. Je weiter du forschst WIE sich etwas in dir anfühlt, desto mehr verschiebt sich die Identifikation mit dem Außen. Du erlebst dich in der Situation bewusst. Du bist nicht länger der Ärger, sondern jemand, der gerade Ärger in sich spürt. Du hast dich selbst wieder „eingeblendet“ und das Automatikprogramm unterbrochen.

Du möchtest tiefer in diese Thematik einsteigen?

Gern begleite ich dich ein Stück auf dem Weg zurück zu dir selbst. Besonders erfolgversprechend ist eine Kombination aus Coaching und Körpertherapie. In dieser Behandlung wird dein Körper in eine Art Nullzustand – ein Reset – geschaukelt. Du kommst mehr und mehr wieder zu dir selbst zurück, die Leichtigkeit hält Einzug und du kannst dich wieder auf deinen Spürsinn verlassen.

Finde deine Balance.